Drogenberatung in der JVA Willich muss fortgeführt werden

Drogenberatung in der JVA Willich muss fortgeführt werden
Wie im Januar angekündigt, besuchte die Landtagsabgeordnete Monika Ruff-Händelkes nun die JVA Willich II (Frauen), um sich dort über die Drogenberatung zu informieren. Hintergrund für diesen Besuch war die geplante Streichung der externen Drogenberatung in allen JVA des Landes NRW.

Die Abgeordnete führte mit der Anstaltsleiterin Frau Gaddum, einem Mitarbeiter des Landesjustizvollzugsamtes Wuppertal, den internen und externen Drogenberaterinnen und Vertreterinnen des sozialen Dienstes ein Gespräch. Die Mitarbeiterinnen berichteten, dass ca. 70 % der inhaftierten Frauen drogenabhängig sind. Da die Frauen unterschiedliche Erfahrungen, Alter und Bezüge zur Sucht haben, werden vier Beratungsgruppen angeboten.

So gibt es z.B. ein spezielles Gruppenangebot für inhaftierte Frauen, die ihre Beziehung zu den eigenen Kindern bearbeiten. Zudem bereiten sich Frauen auf einer gesonderten Abteilung auf ein abstinentes Leben vor. In weiteren Angeboten werden die Frauen auf eine Therapie vorbereitet. Die Angebote werden auch durch die Drogenberatungsstelle im Kreis Viersen geleistet. Ruff-Händelkes: "Allen Gesprächsteilnehmern ist klar, dass die in Stufen aufgebaute Beratung in Gefahr ist."

Inzwischen hat die Landesjustizministerin verfügt, dass aus Mitteln ihres Ministeriums fünf andere JVA in NRW in der Kooperation mit den externen Drogenberatungsstellen unterstützt werden. In einem Brief an die Abgeordnete Ruff-Händelkes kündigte sie eine genaue Prüfung der JVA Willich II mit ihrem Bedarf an.

"Willich II, als eines der wenigen Frauenhafthäuser, sollte ebenfalls finanzielle Unterstützung erhalten ", so die Abgeordnete. "Das Gespräch vor Ort hat mir gezeigt, wie wichtig eine qualifizierte Beratung für die Resozialisierung ist. Dies werde ich bei den anstehenden Haushaltsberatungen deutlich machen."